Schlosser heute und damals

 

2017 - Schlosser plant den großen internationalen Durchbruch. Im Herbst soll er mit seinem zweiten Programm "Ich hab die Schnauze voll" Premiere feiern. Er will dabei angeblich den ganzen Abend lang im Schlafanzug mit einer Katze auf einem Stuhl sitzen. So etwas hat es auf der Welt noch nie gegeben.
Durch eine Namensverwechslung tritt er erstmals in den WDR-Mitternachtsspitzen im Alten Wartesaal auf. Die Redaktion hat den Auftritt trotzdem nicht heraus geschnitten.

 

2016 - Schlosser gewinnt den 12. Rostocker Koggenzieher in Bronze. Während seines Aufenthaltes in Rostock fotografiert er am Warnowufer eine verrostete Stahlkette. Mit dem Titel "Wohl bekloppt geworden" nimmt er an der Frankfurter Kultveranstaltung "Kein Lied für Germany" teil und belegt Platz 3. Im Backstagebereich trägt er die Perücke anderer Teilnehmer, um nicht erkannt zu werden.

 

2015 - Schlossers wird erschreckenderweise für zahlreiche bundesweite Kabarettpreise nominiert, weil er sich mit einem täuschend guten Video dort beworben hat. Er äußert sich öffentlich dazu: "Das ist ein eindeutiges Signal: Kabarett und Comedy sind in Deutschland am Ende." Bei all diesen Preisen schafft er es weder ins Finale, noch auf die vorderen Ränge. In allen Fällen ist das aber die Schuld des Publikums.

In Berlin belegt er den 2. Platz im Jahresfinale der Talentschmiede des "Quatsch Comedy Clubs". Beim "NDR Comedy Contest" tritt er erstmals in der Glotze auf - sein Jacket wird in diesem Zusammenhang zum ersten Mal gebügelt - und belegt den letzten Platz. Später löscht der NDR seinen Auftritt aus der Mediathek. Daraufhin fordert Schlosser öffentlich, der NDR möge die Verantwortung für den Eurovision Song Contest abgeben.

Im November erscheint seine erste Single "Wohl bekloppt geworden".

2014 - Schlosser hängt seinen Grafiker-Job an den Nagel und widmet sich der Kunst.

 

2013 - Schlossers erstes Programm "Ich bin kurz davor, dieses Programm abzubrechen" feiert Premiere im Atelier Theater. Außerdem bekommt er eine regelmäßige Bühnen-Kolumne bei Escht Kabarett im Büze Ehrenfeld: Klartext.

Immer wieder kommt es vor, dass ihm vom Publikum Frauen-, Kinder- und Hundefeindlichkeit vorgeworfen wird. Das ist natürlich Quatsch, denn Schlosser hat sich bereits mit all diesen Randgruppen fotografieren lassen.

2012 - Ein Duett sorgt für Furore. Schlosser tritt zusammen mit Petra Pansen auf dem Kölner Schwulen- und Lesbierinnenweihnachtsmarkt auf. Für ihre provokante Performance hagelt es Kritik. Erst Monate später äußert sich ein guter Freund der beiden, Gerd Buurmann, an der Theke des Artheaters dazu: "Es war ein Desaster!" Drei Jahre später zieht Petra Pansen aus Köln weg.

 

2011 - Schlosser bekommt seine eigene Personality Show. Die "Crazy Torsten Show" startet wöchentlich im WirtzHaus. Im Titel der Show wird bewusst auf die Nennung des Nachnamens Schlosser verzichtet, da er hier schon so häufig vorkommt. Daneben startet er im Kulturausbesserungswerk den Leverkusener Ableger der Kölner Kultshow "Kunst gegen Bares". Außerdem fährt Schlosser in den Urlaub.

 

2010 - Schlosser spielt unter dem Namen "Klamauk ist mein Leben" zwei Soloabende im Severins Burg Theater. Im Nachhinein distanziert sich Schlosser öffentlich von diesen Auftritten. 

 

2009 - Schlosser bekommt einen Platz in der Sommerreihe "Gratis und nicht umsonst" im Kölner Atelier Theater. Er tritt an vier Abenden mit großem Erfolg im Café auf. Unter den Besuchern ist auch sein Vermieter. Schlosser darf danach auch weiterhin in der Wohnung bleiben.

 

2008 - Unter dem Namen "Torsten erklärt die Welt" spielt er seinen ersten Soloabend im privaten Rahmen im Keller seines Elternhauses. Nur drei Monate später folgt der erste öffentliche Auftritt bei "Escht Kabarett" im Büze Ehrenfeld.

2007 - Schlosser nimmt sich vor, Hobbyfotograf zu werden. In seinem ersten Fotoprojekt macht er Bilder von seiner neuen Wahlheimat Köln. Titel: Die Liebe steckt im Detail. Er produziert ein Exemplar eines Fotobandes, welchen bis heute kein Verlag drucken wollte. Mist! Danach fotografiert er nur noch für sich selber herum.

 

2006 - Schlosser möchte Schriftsteller werden und beginnt mit seinem ersten fiktiven Roman "Theo in Thailand". Er liest einen Auszug davon im Kölner Café Duddel vor. Bis heute ist der Roman wegen küstlerischer Differenzen nicht fertiggestellt. Schlosser weiß auch gar nicht mehr genau, wo die Datei ist.

 

2004 - Der Independentfilm "Nosferatu und Gisela und die Arbeitsfalle" entsteht mit vielen Freunden und technisch schlechtem Material. Rolle: Nosferatu. Heute hat der Film heimlichen Kultcharakter. Es gibt ihn aber nur auf VHS. Irgendjemand wollte den mal auf DVD überspielen - angeblich wollte Jürgen Fuchs sich darum kümmern. Ist aber bis heute nicht passiert.

 

2002 - Schlosser macht eine Ausbildung zum Mediengestalter für Digital- und Print in der Fachrichtung Mediendesign. Er nimmt anschließend eine Anstellung als Grafiker an.

 

2000 - Abitur mit einem Schnitt von 3,3. Hauptfächer Deutsch und Englisch, Nebenfächer Mathe und Fingerhakeln, Lieblingsfächer Religion und Freistunde.

Schlosser liest auf der Schulveranstaltung Ausgezeichnet einen Text über das Leben eines Flusens vor. Die Aula tobt. Später liest er das nochmal im Garten der Nachbarn vor. Danach Zivildienst im Kinderheim.

 

1998 - Schlosser brilliert im Stück "Italienische Nacht" von Ödön von Horváth (Theaterkurs der Stufe 12 der Werner-Heisenberg-Schule). Rolle: Stadtrat Ammetsberger. Die Aula tobt vor Begeisterung. Danach schneidet Schlosser sich die Haare ab.

 

1990 (offiziell später)Schlosser geht zur Erstkommunion. Auf der zugehörigen Feier entdeckt er eine Videokamera und dreht sein erstes Homevideo. Er führt Interviews mit den Gästen und filmt in die Toilette rein. Danach wird er Messdiener, tritt aber 15 Jahre später ganz aus der Kirche aus. 14 Jahre später behauptet er öffentlich, er wäre immer noch drin.

 

1980 (offiziell 1990) - Schlossers Mutter Monika aus Oberschlesien gebärt Schlosser in Leverkusen, im Krankenhaus in Schlebusch, als letztes von drei Kindern. Sein Vater Uwe stammt aus Sudetendeutschland. Danach zieht er in die Immobilie der Eltern ein. Auf der Bühne behauptet Schlosser regelmäßig, er wäre 10 Jahre jünger.